Morphologie

Generative Merkmale

  • Blüten

    • Blüten meist zu 2.
    • Blütenstandstiel und Blütenstiele dicht und kurz behaart, mit Drüsenhaaren und einfachen Haaren.
    • Kelchblätter ca. so lang wie die Kronblätter, lang abstehenden einfachen Haaren und kürzeren Drüsenhaaren, zugespitzt aber ohne aufgesetzte, lange Grannenspitze.
    • Kronblätter bis 4 mm lang, lila bis hellviolett, vorne deutlich ausgerandet.
    • Staubblätter 10, die 5 äusseren ohne Staubbeutel.

    Kelch- und Kronblätter ungefähr gleich lang. Bern (BE), 24.5.2026 (Muriel Bendel)

    Kronblätter deutlich ausgerandet. Bern (BE), 24.5.2026 (Muriel Bendel)

    Blüte mit 5 Staubbeuteln. Bern (BE), 24.5.2026 (Muriel Bendel)

    Kirchlindach (BE), 3.5.2020 (Muriel Bendel)

    Abblühend. Bern (BE), 24.5.2026 (Muriel Bendel)

  • Früchte

    • Früchte im unteren, verdickten Teil (= Fruchtklappen) glatt (ohne Runzeln), angedrückt kraus behaart.
    • Verlängerter Schnabel kurz und dicht behaart, mit einfachen Haaren und Drüsenhaaren.

    Reifende Frucht; Schnabel mit einfachen Haaren und Drüsenhaaren. Bremgarten b. Bern (BE), 14.7.2024 (Muriel Bendel)

    Reife Frucht; verdickter, unterer Teil anliegend behaart. Bremgarten b. Bern (BE), 14.7.2024 (Muriel Bendel)

    Fruchtklappen kurz kraus behaart. Bern (BE), 24.5.2026 ( )

Vegetative Merkmale

  • Wuchsform, Stängel

    Sion (VS), 20.4.2021 (wolfgang bischoff)

    Bern (BE), 24.5.2026 (Muriel Bendel)

    Bern, Weissenstein-Quartier, 25.5.2018 (Muriel Bendel)

    Biberist (SO), 9.5.2016 (Muriel Bendel)

    21.6.2016 (francoisealsaker)

    Bern, 4.5.2020 (Muriel Bendel)

    Stängel sehr kurz behaart. Bern (BE), 24.5.2026 (Muriel Bendel)

  • Blätter

    • Stängelblätter gegenständig, im oberen Teil auch wechselständig.
    • Blätter gestielt, mit Nebenblättern.
    • Blattspreite im Umriss rundlich, bis über die Hälfte in 5–7 Abschnitte geteilt. 
    • Blattstiel 1(–1,5 mm) im Durchmesser, mit kurzen (0,2 mm), ± gleich abstehenden (oder zurückgekrümmten oder gebogenen) Haaren, teilweise mit ± sitzenden Drüsenhaaren.

    Bern (BE), 24.5.2026 (Muriel Bendel)

    Aarberg (BE), 10.6.2023 (Muriel Bendel)

    Köniz (BE), 21.6.2021 (Muriel Bendel)

    Blattunterseite. Bern (BE), 24.5.2026 (Muriel Bendel)

    Nebenblätter. Bern (BE), 24.5.2026 (Muriel Bendel)

Lebensraum

Auf relativ feuchten bis trockenen, offenen Böden; Ruderalflächen, Ackerränder, Wegränder.

Verbreitung

Europäisch-zentralasiatisch.

Verbreitungskarte auf POWO.

Name

Der Artname (Lateinisch pusillus für «sehr klein, winzig») bezieht sich auf die relativ kleine Wuchshöhe der Pflanzen.

Mögliche Verwechslung

Beim Pyrenäen-Storchschnabel (Geranium pyrenaicum) 

  • ist der Stängel lang behaart,
  • die Kronblätter sind grösser (6–10 mm lang), lila bis hellviolett und deutlich länger als die Kelchblätter, 
  • alle 10 Staubblätter bilden Staubbeutel aus.

Beim Weichen Storchschnabel (Geranium molle) sind

  • die Kronblätter rosa (nicht lila), grösser und deutlich länger als die Kelchblätter,
  • alle 10 Staubblätter bilden Staubbeutel aus,
  • der Stängel besitzt abstehende lange und kürzere Haare.


Der Schlitzblättrige Storchschnabel (Geranium dissectum) besitzt ebenfalls kleine, tief ausgerandete Kronblätter,

  • die Kronblätter sind aber rosa (nicht lila),
  • die Blattspreiten sind fast bis zum Grund geteilt,
  • alle 10 Staubblätter bilden Staubbeutel aus.

Autor*in: Muriel Bendel
Stand: 24. Mai 2026

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Diskussionen der Community

Geranium

Aus demselben Raps-Acker bei Behringen SH. Das verlockende FV-Merkmal „Blattbuchten mit/ohne zuführendem Nerv“ funktioniert leider nur halbwegs: G. dissectum und pusillum wären mit, G. columbinum ohne und zu G. pyrenaicum steht nichts. Ich sehe bei allen zuführende Nerven. :( 

Oder schau ich falsch?

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